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  Hilfe > Galerie > News > News: Artikel über die Gothic-Szene vom 26.10.03

Artikel über die Gothic-Szene vom 26.10.03

7 26.10.2003 14:31
Kategorie: Szene


Heute beim Durchblättern der Zeitung "Kurier" (is ne österr. Zeitung!) ...


Mächtig Düster
- Morbid wird modern: Warum düstere Musik und Friedhofs-Ästhetik immer mehr Leute fasziniert.
(daunter ein Bild mit nem bööösen goth geschminkt alla Kiss und dem Text: „Viel weiße Schminke und schwarzer Kajalstift: Nicht nur zu Halloween ist Gruftie-Ästhetik salonfähig“)


"Ich habe gemerkt, dass irgendetwas in mir dazu tendiert," sagt Astrid. Lange, schwarze Haare, mysteriöse SchwarzweißFotos von Friedhöfen und Grabsteinen, Horrorgeschchichten und dunkle Outfits haten es der heute 19-jährigen schon angetan, bevor sie zum ersten Mal ein Video von Marilyn Manson im Fernsehen sah.
Ab da stand Astrid Musikgeschmack fest: Sie entdeckte in den folgenden Jahren alles von den den schweren Klängen von Type o Negative bis zum romantisch-melodiösen Rock von HIM, begeisterte damit viele Freundinnen, und ihre Gaderobe färbte sich zunehmends schwarz.
Anfangs sei das ein Zeichen gewesen um sich on ihren Klassenkameraden abzugrenzen erzählt sie: "Ich bin am Land aufgewachsen, da gab es eine ganze Menge Tussis. Ich hatte immer andere Ideen als sie."

Gruftie Light – Astrid bezeichnet sich nicht als „Gothic“ oder „Gruftie“. Sie ist einer von vielen Musikfäns, die einfach auf finstre Ästhetik stehen und damit keine besondere Lebenseinstellung verbinden. Sie mag auch Halloween, weil es ihr eine Gelegenheit beitet, sich zu verkleiden und einige schicke sc hwarze Teile auszuführen, die sie im Alltag nicht anziehen würde. Ein Marilyn Manson-Konzert würde sie nicht alleine besuchen, die Gesellschaft von schwarz gekleideten weiß sie aber dennoch zu schätzen: „Das sind meistens ganz ruhige, angenehme Leute, die nicht so hektisch drauf sind.“

- auf der anderen seite –

Die Gothic-Szene ist eine recht eingeschworene Gemeinde, die für The Rasmus, HIM und Co. nur ein müdes Lächeln übrig hat. Wer dazugehören will, muss schon einiges an Insiderwissen mitbringen.
„Es ist ein Pool von gefühlsbetonten, romantischen Menschen“, erklärt Thomas Rainer, Chef der erfolgreichen Band l`Âme Imortelle. Bei Outfits und Lebenseinstellungen ist die Szene äußerst vielfältig, ergänzt Kennerin Ingrid, 25. „Es gibt viele Leute, die sich nicht wirklich trauen da hineinzuschnuppern. Die sehen Evanescence auf MTV, finden das Outfti fesch und kaufen sich das.“

Stiller Protest –
Die morbide Mode hat Methode. Mit dem Rückzug in die Finsternis und der Sympathie für Friedhöfe lassen sich Erwachsene nämlich noch immer relativ leicht verstören, meint Beate Grossegger vom Wiener Institut für Jugendkulturforschung: „Es ist eine Art stillen Protests.“ Anders als oft kolportiert haben diemeisten Freunde der Düsternis jedoch nichts mit Todessehnsucht oder Okkultismus am Hut, unterstreicht Insiderin Ingrid. „Dass viele Teenager irgendwann den Gedanken haben, dass ihr Leben so tragisch ist und sie nicht mehr leben wollen, liegt nicht ganz daran, das sie Grufties sind, sondern daran, dass sie Teenager sind. Sie haben ihren ersten Liebeskummer und wissen nicht wohint damit" - Michael Huber

- darunter:

DIMMU BORGIR
– Chartstürmer aus dem Höllenschlund
(darunter ein Bild von Dimmu Borgier mit dem Text: „Dimmu: die neuen Popstars?“ )

kult lud zur Plauderstunde mit Galder, dem Gitarrist von Dimmu Borgir, den erfolgreichsten Satansrockern (Back Metal) der Welt:

kult: Das Wiener Konzert war ausverkauft, läuft die Tour überall so gut?

Galder: Ja, es waren bis jetzt alle Konzerte auf der Tour ausverkauft.

kult: Wie vertragen sich eure Chartplatzierungen und das extreme Image?

Galder: Wo ist das Problem? Unser Image ist ein Teil der Band. Sollen wir schlechter spielen oder versuchen weniger CDs zu verkaufen? Ich denke nicht, dass das sinnvoll wäre. Wenn wir auf diesem Weg mehr Leute unsere Musik zugänglich machen können, ist das doch gut. Der Erfolg gibts uns recht.

kult: Habt ihr bisher durch euer Auftreten ernstere Probleme bekommen?

Galder: Nein noch nie. Falls du auf Klagen, wie sie manche andere Band schon hatte anspielst, auch so etwas ist uns bisher nicht passiert. Wir legen es aber auch nicht wirklich drauf an.

kult: Seht ihr bald einen Punkt erreicht, an dem es nicht mehr höher hinaufgeht?

Galder: Es geht immer höher, wobei wir es für eine Black-Metal-Band sehr weit geschafft haben. Auf dieser Tour werden wir auch in Länder kommen, in denen wir bisher nicht gespielt haben wie Australien und Südafrika.
** - Geog Marboe

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